Sinkende Rentenbeiträge in 2012 erwartet

Aufschwung nun auch im Portemonnaie sichtbar

Der allgemeine wirtschaftliche Aufschwung macht sich in den Rentenkassen bemerkbar: bereits im kommenden Jahr könnten die Beiträge in der Rentenversicherung für Arbeitnehmer sinken, Rentner dürfen sich auf höhere Rentenzahlungen freuen.

Die Rentenkasse füllt sich dank der guten Konjunktur und der stetig sinkenden Arbeitslosenquote schneller als erwartet. Um 4,4 Prozent stiegen die Einnahmen der Deutschen Rentenversicherung in den ersten Monaten dieses Jahres im Vergleich zu 2010. Bereits im vergangenen Jahr waren die Rücklagen um 2,1 Milliarden Euro auf 18,6 Milliarden Euro angewachsen.

Konjunktur belebt Rentensystem

Aufgrund der gestiegenen Einnahmen könnte sich der Beitragssatz der gesetzlichen Rentenversicherung bereits im kommenden Jahr von 19,9 auf 19,8 Prozent des Bruttolohns verringern, wie die Deutsche Rentenversicherung mitteilte. Auch eine leichte Rentenerhöhung sei zum 1. Juli 2012 denkbar. Auf Grundlage der aktuellen Einnahmen könnten die Renten um 1,3 Prozent stiegen – eine erfreuliche Nachricht für alle Rentner nach den zahlreichen “Nullrunden” in der jüngsten Vergangenheit.

Auch wenn die Renten in naher Zukunft steigen mögen, gilt die zukünftige Höhe der gesetzlichen Rente der heutigen Generationen von Arbeitnehmer als ungewiss. Experten raten Verbrauchern schon jetzt dazu, durch den Abschluss einer privaten Rentenversicherung ein finanzielles Polster anzulegen, mit dem die gesetzliche Rente im Alter aus eigener Tasche aufgestockt werden kann.

Finanzrücklage im Ruhestand

Es gibt verschiedene Wege, mit einer privaten Versicherung für die finanzielle Absicherung im Ruhestand vorzusorgen. Arbeitnehmer und Selbstständige erhalten bei der privaten Altersvorsorge Unterstützung vom Staat. Vor dem Vertragsabschluss sollte man verschiedene Angebote für die private Rentenversicherung vergleichen. Das geht im Internet mit einem speziellen Tarifrechner ganz einfach.

Beim Abschluss sollte auf jeden Fall eine Rentengarantiezeit vereinbart werden. Dann wird die Rente für die vereinbarte Garantiezeit auf jeden Fall bezahlt. Verstirbt der Rentenempfänger vor Ablauf der Garantiezeit, dann bekommen die Erben die monatliche Rente bis zum Ende der Garantie ausbezahlt. Hier sollte darauf geachtet werden, dass im Todesfall auch die erwirtschafteten Überschussbeteiligungen an die Hinterbliebenen ausgezahlt werden.

Bei der Auszahlung hat der Versicherungsnehmer die Wahl zwischen einer Einmalauszahlung und der monatlichen Auszahlung eines bestimmten Betrags. Bei der Einmalauszahlung muss nur etwa die Hälfte der Erträge versteuert werden, wenn die Einzahlung mindestens bis zum 60. Lebensjahr des Versicherten läuft und wenn die Laufzeit der Einzahlung mindestens zwölf Jahre beträgt.

Vereinbaren Sie bei Vertragsabschluss eine Aufruf- und Abruffunktion, um während der Vertragslaufzeit möglichst flexibel bleiben zu können. Dann kann der Beginn der Auszahlung bei Bedarf vorgezogen oder nach hinten verlagert werden. Auf keinen Fall sollte die private Rentenpolice jedoch vor Ablauf der Frist gekündigt werden, da bei vorzeitiger Kündigung lediglich der Rückkaufswert zurückerstattet wird.

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