Hausratversicherung

Bei der Hausratversicherung Leistungen und Tarife vergleichen

Die Hausratversicherung gehört neben der privaten Haftpflicht zum Grundversicherungsschutz, der nahezu von allen Versicherungsgesellschaften angeboten wird. Über unseren Online-Versicherungsvergleich lässt sich herausfinden, zu welchen Tarifen die Versicherer Hausratversicherungen bereithalten. Der bloße Tarifvergleich jedoch verrät längst noch nicht alles. Denn im Sinne eines auf die persönlichen Wohnverhältnisse abgestimmten Versicherungsschutzes kommt es nicht allein auf den konkurrenzlos billigen Hausratversicherungstarif an. Wichtiger ist vielmehr, genau zu wissen, welche Schäden die Hausratversicherung eines Anbieters konkret abdeckt. Deswegen vergleichen wir nicht nur die unterschiedlichen Tarife der Hausratversicherungen, sondern zugleich die damit verbundenen Leistungen.

Welche Schäden die Hausratversicherung abdeckt

In der Hausratversicherung werden alle Gegenstände versichert, die sich in der Wohnung oder im Haus des Versicherungsnehmers einschließlich der Nebengebäude befinden. Dazu zählen etwa Möbel und Elektrogeräte, Kleidung, Schmuck, Wandbilder oder Teppiche. Werden diese Gegenstände durch Feuer, Leitungswasser oder Unwettereinflüsse vernichtet oder beschädigt, so springt die Hausratversicherung ein und ersetzt den Schaden in der Höhe, die in der Hausratversicherung vereinbart wurde. Wird ein Gegenstand aus dem Haushalt bei einem Einbruch gestohlen oder durch Vandalismus infolge eines Einbruchs beschädigt, so ist auch das ein Fall für die Hausratversicherung. Nicht mitversichert ist allerdings das Kraftfahrzeug in der Garage oder in der Hauseinfahrt. Hier greift gegebenenfalls die Autoversicherung. Anders sieht es beim unmotorisierten Zweirad aus. Wird etwa ein Fahrrad aus dem gesicherten Keller oder aus der abgeschlossenen Garage gestohlen, so ersetzt die Hausratversicherung den Diebstahl. Ebenfalls nicht über die Hausratversicherung abgedeckt sind Überspannungsschäden etwa am PC, die durch Gewitter entstehen.

Wovon die Tarife der Hausratversicherung grundsätzlich abhängen

Viele Anbieter stellen auf ihren Internetseiten Online-Versicherungsrechner bereit, in denen sich die Prämie für die ausgewählte Hausratversicherung selbst berechnen lässt. Dies geschieht über die Eingabe der Wohnfläche und der Postleitzahl. Denn neben der Größe der versicherten Grundfläche wird der Tarif für die Hausratversicherung auch durch die Wohnlage beeinflusst. Generell gilt: Großstädte oder Lagen mit hohem Einbruchrisiko werden von den Versicherungsgesellschaften bei der Tarifberechnung höher veranschlagt. Die Lage der Immobilie spielt außerdem dann eine Rolle, wenn Haus oder Wohnung beispielsweise in einem Gebiet liegen, in dem das Risiko von Sturm- oder Überschwemmungsschäden besonders hoch ist.

So berechnet sich der Tarif der Hausratversicherung im Einzelnen

Die Versicherungen legen für die Berechnung der Versicherungssumme bei Standardverträgen mit Mindestversicherungssumme eine Faustformel zu Grunde, die einen bestimmten Eurowert pro Quadratmeter Wohnfläche annimmt. Für eine Studentenbude kann der berechnete Mittelwert zu viel sein, für einen voll ausgestatteten Vierpersonenhaushalt mit aufwändiger technischer Ausstattung wird die für den Durchschnitt ermittelte Summe vielleicht nicht ausreichen. Um weder über- noch unterversichert zu sein, hilft nur eines: die konsequente Bestandsaufnahme aller im eigenen Haushalt vorhandenen Dinge von der Espressomaschine über die Schrankwand bis hin zum Inhalt der Kleiderschränke. Der Gesamtwert aller erfassten Gegenstände ergibt dann die Höhe des Versicherungswerts, an dem sich der Tarif bemisst.

Bei der Hausratversicherung auf den Wiederbeschaffungswert achten

Zu beachten ist allerdings, dass die Inflation alles teurer macht, so dass sich die Höhe der Hausratversicherung nicht allein nach dem einmal gezahlten Kaufpreis des Mobiliars, sondern nach dessen Wiederbeschaffungswert bemessen sollte. Wer die Versicherungssumme nicht alle paar Jahre an die aktuelle Preisentwicklung anpassen will, der sollte daher von vornherein den Wert des Hausrats plus der zu erwartenden Inflationsrate in einem Zeitraum von zehn Jahren zur Kalkulation seiner Hausratversicherung heranziehen. Zum Schutz vor Unterversicherung sollte die Hausratversicherung ohnehin regelmäßig auf den aktuellen Stand gebracht werden. Hilfreich ist außerdem, eine Unterversicherungs-Verzichtklausel im Vertrag zu vereinbaren.

Die Hausratversicherung mit Mindestbetrag oder als Kombipaket

Als Grundsicherung bieten viele Versicherungsunternehmen eine Hausratversicherung mit einer Mindestversicherungssumme an, deren Höhe sich nach einem Durchschnittswert bemisst. Darüber hinaus gibt es bei der Hausratversicherung Kombipakete, die beispielsweise umfassenderen Schutz vor Fahrraddiebstählen bieten oder zusätzlich bei Glasbruch oder Überspannungs- und Kurzschlussschäden einspringen. Auch die Haftpflichtversicherung oder eine Unfallversicherung lässt sich in solchen kombinierten Hausratversicherungen mit einschließen. Vorteil: Der Tarif für das Kombipaket kann günstiger sein, als der Abschluss von Einzelversicherungen. Nachteil: Die Haftungsgrenzen werden meist pauschal kalkuliert, so dass Anpassungen an die individuellen Versicherungsbedürfnisse nicht immer möglich sind. Manche Versicherer bieten Hausratversicherungen im Kombipaket auch mit Staffeltarifen an, deren Höhe je nach vereinbarter Selbstbeteiligung variiert.

Sonderbestimmungen der Hausratversicherung für Kinder und Eltern

Der Hausrat volljähriger Kinder, die bei ihren Eltern leben, ist über die Hausratversicherung der Familie vor Schäden geschützt. Etwas anderes ist es jedoch, wenn der Nachwuchs im elterlichen Haus einen eigenen Haushalt hat oder die Eltern sich in der Einliegerwohnung im Haus der Kinder einrichten. Um hier den Versicherungsschutz herzustellen, ist es notwendig, dass beide Parteien ihr Eigentum über eine Hausratversicherung vor Schäden schützen.

Eine Hausratversicherung abschließen

Eine Hausratversicherung kann bei den meisten Versicherungsgesellschaften online abgeschlossen werden, wenn klar ist, wie hoch die Versicherungssumme sein soll oder wenn dem Vertrag eine Mindestversicherungssumme zu Grunde liegt. Der Abschluss einer Hausratversicherung über ein Versicherungsbüro in Verbindung mit einem Beratungsgespräch kann helfen, die persönliche Wohnsituation richtig einzuschätzen und zu bewerten. Unter Umständen droht sonst eine Unterversicherung, und der Kunde bekommt im Schadensfall nur einen Bruchteil des Werts seiner Einrichtung ersetzt. Wer bei der Hausratversicherung Geld sparen will, indem er beim Vertragsabschluss den Versicherungswert niedrig ansetzt und sich somit unterversichert, sollte sich bewusst sein, dass er am Ende draufzahlt. Denn den vollen Schaden bekommt er in diesem Fall nicht ersetzt.

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